Ein Hauch von fernöstlicher Exotik 

Konnichiwa! Mittlerweile hat sich schon weit herumgesprochen, was „Guten Tag“ auf Japanisch heißt. Das und viel mehr können die Schüler in der Japanisch-AG lernen, die seit Februar 2018 unter der Leitung von Frau Büttner stattfindet. 

Mit etwa 15 Schülerinnen und Schülern, die entweder schon vorher mit Manga und Anime zu tun hatten oder sich einfach so für einen seltenen Einblick in die fremde Kultur interessieren, beschäftigen wir uns in der AG mit allem, was man über ein fremdes Land wissen muss: Die japanische Kultur mit Essen, Alltag und Denkweisen der Japaner spielt dabei eine ebenso große Rolle wie das Erlernen der Sprache und der besonders aufwändigen Schrift. Die Mühe lohnt sich aber, denn schon nach wenigen Sitzungen kann man erste Wörter in den bildhübschen Schriftzeichen formen.

Weil die Sprache auch gar nicht so schwer ist, wie man vielleicht denkt, können die Schüler auch schon viel über sich erzählen. So exotisch ist Unterricht selten!

 

   

EIR Film  

   
Lesen: ist mehr als Dekodierfähigkeit – also eine schnelle Worterkennung und Kenntnis des relevanten Wortschatzes (Wer flüssig liest, hat deshalb noch nicht verstanden, worum es im Text eigentlich geht.)
Leseleistung: ist abhängig vom Text, d.h. sind Lesern sprachliche Strukturen und Merkmale nicht vertraut, bricht ihre Sprachverarbeitungsfähigkeit zusammen. Schüler, die erzählende Texte geläufig lesen, lesen Sachtexte oder Aufgabenstellungen noch lange nicht geläufig.
Lesegeläufigkeit: entwickelt sich, wenn Schüler oft die Gelegenheit haben, Texte zu lesen. Dabei steigert mehrfaches Lesen schwieriger Texte die Lesegeläufigkeit am besten. Sie nimmt auch zu, wenn Schüler eine Vielfalt von Texten mit unterschiedlichen Themen lesen und dabei unterstützt und bestärkt werden.
Lesen: ist nicht nur eine kognitive Kompetenz. Texten Informationen zu entnehmen, ist Voraussetzung zur Problemlösung, aber greift zu kurz.
Lesen: hat andere wichtige Dimensionen, die sich gegenseitig bedingen und einen wirklich kompetenten Leser ausmachen. Dazu gehören die motivationale, die emotionale und die interaktive Kompetenz. Nur Schüler, die Texte als etwas Bedeutungsvolles erleben, sich über das Gelesene austauschen und eigene Gefühlserlebnisse mit Texten in Verbindung bringen können, werden auch zu guten Lesern und Lernern werden.

 

Förderbedarf sowie Fördermöglichkeiten sehen wir folglich vor allem in drei Bereichen der Lesekompetenz:

 Bereich der Lesetechnik:

Sowohl PISA als auch die Lernsozialisationsforschung setzen bei ihrer Begriffsdefinition voraus, dass Kinder und Jugendliche die grundlegende Technik des Lesens beherrschen. Gemeint soll hiermit sein, dass Schüler einen Text flüssig und sinnerfassend lesen bzw. vorlesen können. Hierzu gehören auch die Fähigkeit des überfliegenden Lesens, des selektiven Lesens sowie die Fähigkeit, einen Lesevortrag vorzubereiten und zu halten. Die letztgenannten Fähigkeiten gehen bereits über die Beherrschung einer reinen Lesetechnik hinaus, denn hier werden bereits kognitive Strategien verlangt (z.B.: Vorlesezeichen setzen), aber auch die motivationale sowie die interaktive Dimension werden berührt (so setzt z.B. ein gelungener Lesevortrag ein eigenes Textverstehen voraus, bereitet den Zuhörern Freude und fördert auch den Austausch über das Gelesene).

Dass die Kinder die Grundlagen der Lesetechnik beherrschen, ist Aufgabe der Grundschule. Dennoch stellen wir immer wieder fest, dass Kinder in der fünften Klasse zu uns kommen, die hierin über noch unzureichende Fertigkeiten verfügen – eine Aufgabe, der sich im Besonderen der Deutschunterricht in der Unterstufe sowie der Förderunterricht stellt.

Der Förderunterricht für die Klassen 5 setzt daher den Schwerpunkt auf die Förderung der Lesekompetenz für alle Schüler dieser Jahrgangsstufe.

 Bereich der Lesestrategie:

Dieser Bereich bezieht sich in erster Linie auf den von der PISA-Studie erfassten Begriff der kognitiven Kompetenz, d.h. auf die Fähigkeit, Texten Informationen zu entnehmen, diese gegebenenfalls auch zu interpretieren, zu reflektieren und zu bewerten.

Dies korreliert mit den Zielen des Methodentrainings des Lele-Unterrichts, insbesondere mit den dort vermittelten Methoden des Markierens und Strukturierens. Dabei setzen diese jedoch häufig bereits die Beherrschung grundlegenderer Lesestrategien voraus, wie z.B. das Klären der Bedeutung unbekannter Wörter oder die Gliederung eines Textes. Bei schwierigeren Texten sind weitere Lesestrategien gefragt, wie z.B. das Formulieren von Erwartungen, das Notieren von Randnotizen oder das Anfertigen eines Stichwortzettels. Hinzu kommt, dass sich bei Texten, die keine Sachtexte sind, die Methode des Markierens und Strukturierens nicht immer anbietet, um zu einem Textverständnis zu gelangen. Hier bieten sich die bereits genannten Lesestrategien an.

Ergänzend zum Markieren und Strukturieren des Methodentrainings werden daher mit den Schülern weitere Lesestrategien bzw. Lese-Werkzeuge erarbeitet und trainiert. Teilweise überschneiden sich diese mit den Methoden des Markierens und Strukturierens, teilweise decken sich diese mit den Methoden des Deutschunterrichts. Dennoch erscheint es sinnvoll, diese noch einmal in einer systematisierten und Überblick verschaffenden Form mit den Schülern einzuüben, um das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass es ein mögliches Repertoire an Lesestrategien bzw. Lese-Werkzeugen gibt, die über den Deutschunterricht hinaus benutzt werden können, um Texte jeglicher Art genau und gründlich zu lesen und deren Inhalt so besser zu verstehen. Welche Werkzeuge sich jeweils anbieten, muss dabei flexibel entschieden werden. Dass Schüler befähigt werden, solche Entscheidungsprozesse eigenständig zu steuern, gehört mit zum Aufbau einer Methoden- bzw. Lesekompetenz.

Zwei Lernzirkel zum Trainieren solcher Lese-Werkzeuge liegen vor – ein Grundkurs und ein Aufbaukurs. Der „Grundkurs Lese-Werkzeuge“ (mit den Lesestrategien: W-Fragen stellen, unbekannte Wörter klären, Texte gliedern und Teilüberschriften finden, Antwortstellen suchen) wird am Ende der Klasse 6 im Rahmen des Lele-Unterrichts durchgeführt, der „Aufbaukurs Lese-Werkzeuge“ (mit den Lesestrategien: Erwartungen formulieren, Randnotizen machen, einen Stichwortzettel anfertigen, Schlüsselstellen finden und deuten) wird im ersten Halbjahr der Klasse 7 im Rahmen des Deutschunterrichts durchgeführt.

In der Jahrgangsstufe 8 wird zur Wiederholung sowohl der Strategien des Markierens und Strukturierens von Texten als auch der Lesestrategien ein Projekttag angeboten. Neu wird im Rahmen dieses Projekttages das Verfahren des reziproken Lesens mit den Schülern eingeübt.

 Bereich der Lesemotivation und Lesefreude:

Dieser Bereich nimmt vor allem Bezug auf die von der Lesesozialisationsforschung hervorgehobene motivationale sowie auf die emotionale Dimension des Lesens. Wünschenswert wäre es, wenn an der EIR eine „Lesekultur“ entstehen könnte und es gelänge, Schüler an die „Welt der Bücher“ heranzuführen und sie stärker zum eigenen Lesen zu motivieren.

Folgende Maßnahmen der Förderung der Lesekompetenz in diesem Bereich werden hierzu bereits eingesetzt:

  • die Durchführung des Förderunterrichts für die Klassen 5 mit dem Schwerpunkt der Förderung der Lesekompetenz
  • die Durchführung eines Vorlesewettbewerbs für die Klassen 6 im Rahmen des Vorlesewettbewerbs des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels
  • das Projekt „Buchvorstellung“ im Rahmen des Lele-Unterrichts der Klasse 6
  • der Besuch der Kinder- und Jugendbibliothek in Marl mit den Klassen 6
  • die Durchführung eines Zeitungsprojektes in den Klassen 8 /9
   

Termine

 16.04. Erprobungs-
stufenkonferenz
Stufe 5
17.04. Erprobungs-
stufenkonferenz
Stufe 6
 18.04. -
 20.04.
Tage religiöser
Orientierung
Stufe 9
26.04. Girl´s Day/
Boy´s Day
30.04. Elternsprechtag

 

   
Anzahl Beitragshäufigkeit
31312
   
© Ernst Immel Realschule in Marl